Rückkehr des Wolfes

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Studie: Fürsorgliche Hundemütter schaden Welpen

Quelle: https://www1.wdr.de/wissen/natur/helikopter-hunde-100.html

Studie: Fürsorgliche Hundemütter schaden Welpen

  • „Verwöhnte“ Welpen scheitern als Blindenhunde.
  • US-Studie zum Einfluss der Hundemutter.
  • Welche Rolle spielen genetische Einflüsse?

Hunde, die als Welpen von ihren Müttern mit besonderer Fürsorge aufgezogen wurden, schaffen die Ausbildung zum Blindenhund seltener als die, die sich anstrengen oder mit Frust fertig werden mussten. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie, die jetzt veröffentlicht wurde. Die Forscher von der University of Pennsylvania warnen aber vor schnellen Schlussfolgerungen.

Das Forscherteam unter der Leitung von Emily Bray hat Hündinnen und ihren Nachwuchs beobachtet, um nachzuvollziehen, welchen Einfluss frühe Erfahrungen auf die erwachsenen Tiere hat. Bisher hat man das an Nagetieren, Menschenaffen und – in Grenzen – auch an Menschen untersucht, nicht aber an Hunden.

Die „Helikopter-Hündinnen“ sind gestresster

Die 23 Mütter und 98 Welpen lebten in der Zuchtstation einer Organisation, die Blindenhunde aufzieht und trainiert. Diese Hunde schienen den Forschern besonders geeignet, weil der Maßstab zur Beurteilung der „Erziehung“ einfach ist: Entweder werden sie Blindenhunde, oder sie scheiden vorher aus.

Die Forscher quartierten sich in der Station ein und beobachteten das Verhalten der Tiere rund um die Uhr: Stillt die Mutter im Liegen oder im Stehen? Wie lange leckt sie die Welpen? Außerdem wurden Speichelproben genommen, um die Menge des Stresshormons Cortisol zu messen. Ergebnis: Fürsorgliche Mütter waren von vorneherein gestresster als die gelassenen Tiere. Sie reagierten auch heftiger, wenn ihnen die Welpen weggenommen wurden.

Kleine Herausforderung, große Wirkung?

Der Nachwuchs dieser Hündinnen schaffte es tatsächlich seltener, das Trainingsprogramm der Blindenschule zu absolvieren. Besonders die Tiere, deren Mütter sich zum Stillen hinlegten, waren benachteiligt. „Wenn eine Mutter auf dem Bauch liegt, haben die Welpen freien Zugang zur Milch„, so ein beteiligter Forscher. „Wenn sie steht, müssen die Welpen sich anstrengen.“

Es scheint, dass Welpen schon in diesem frühen Alter lernen müssen, mit kleinen Herausforderungen umzugehen„, so Expertin Bray. „Wenn sie das nicht tun, dann schadet es ihnen später.“

Intelligenz und Temperament spielen auch eine Rolle

Archiv: 26.10.2016. Ausbildung eines Blindenhundes, Blindenhund mit Ausbilderin am Straßenrand

Anspruchsvolle Ausbildung für Blindenhunde

Das Forscherteam hat aber nicht nur den Umgang der Mütter mit ihren Welpen untersucht, sondern auch ältere Hunde beobachtet. Dabei ging es um Auffassungsgabe und Temperament, also darum, wie lange sie brauchten, um eine Aufgabe zu lösen oder wie sie auf eine ungewohnte Situation reagierten. Die, die dabei gut abschnitten, waren – wenig überraschend – auch die, die als Blindenhunde reüssierten.

(Noch) keine Kritik an „Helikopter-Eltern“

Fürsorgliche Mutter, gescheiterter Nachwuchs: Es scheint eine Verbindung zu geben. Allerdings sind die Forscher vorsichtig mit Schlussfolgerungen. „Wir wissen nicht, ob die Welpen später ängstlicher sind, weil sie verhätschelt wurden und Ängste ihrer Mutter übernommen haben“, heißt es, „oder ob sie eine genetische Veranlagung geerbt haben.“

Fragen, denen Bray weiter nachgehen will. „Beim Bemuttern gibt es wohl eine schwierige Balance“, sagt sie. „Es ist einfach zu sagen, ‚Überfürsorgliche Mütter sind schrecklich‘. Aber wir kennen die Mechanismen noch nicht genau, wir wollen auch nicht, dass das Pendel in die andere Richtung ausschlägt.“

Stand: 07.08.2017, 21:00

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Welpenspielgruppen aus verhaltensbiologischer Sicht

Quelle: http://hundemagazin.ch/welpenspielgruppen-aus-verhaltensbiologischer-sicht-2/

Welpenspielgruppen aus verhaltensbiologischer Sicht

Das Konzept der «Welpenspielgruppe» wirft drei Fragen auf, die vor weitergehenden Überlegungen beantwortet werden sollen:

  • Was ist ein Welpe?
  • Was ist eine Gruppe?
  • Was ist Spiel?

Was ist ein Welpe?

Ein Welpe ist ein junger Hund in der Zeit zwischen seiner Geburt und dem Beginn des Zahnwechsels. Diese Zeit ist gekennzeichnet durch Phasen besonders schnellen und nachhaltigen Lernens. In der kurzen Zeitspanne zwischen der 3. bis 16. Woche entwickelt der Welpe durch Erfahrungen mit seiner physikalischen und sozialen Umwelt einen emotionalen und kognitiven Rahmen. Erfahrungen während dieser Zeitspanne, sowohl emotional positive als auch negative, beeinflussen den Hund oft lebenslang, denn innerhalb dieses Rahmens verläuft die weitere Verhaltensentwicklung inklusive der Entwicklung von Verhaltensproblemen.

Zu Recht wird also diesem Zeitabschnitt besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt und das Angebot von Welpengruppen wird als ein wichtiger Schritt für die Verhaltensentwicklung junger Hunde angesehen. Allerdings fehlt nach wie vor ein Beleg, dass Welpenspielgruppen Angst- und Aggressionsverhalten Artgenossen gegenüber verringern.

Was ist eine Gruppe?

Erst einmal ist eine Gruppe eine Ansammlung von Individuen. Die Beziehungen dieser Individuen untereinander können sehr verschieden sein. «Wir gehen mit unserem Hund in eine Welpengruppe.» In der öffentlichen Wahrnehmung ist eine Welpengruppe prinzipiell positiv und notwendig. Dabei hängen die Wirkungen der Gruppe von den Individuen, dem Umfeld und den Leitungspersonen ab. Hunde können in Gruppen interagieren und auch in Gruppen leben. Soziales Verhalten und die Fähigkeit zur Impulskontrolle befähigen sie dazu. Allerdings muss Interagieren in Gruppen gelernt werden. Eine Gruppe besteht aus Individuen, die überwiegend in Beziehungen zu zweit interagieren. Die Qualität dieser Beziehungen führt zu gravierenden Unterschieden zwischen verschiedenen Gruppen.

Von der Gruppe im Allgemeinen zur Welpenspielgruppe im Speziellen

Welpenspielgruppen sollen weiterführen, was durch Verkauf und Weitergabe der Welpen unterbrochen worden ist: das lehrreiche Spiel der Wurfgeschwister untereinander. Ist das wirklich schlüssig? Geschwisterwelpen machen sehr viel mehr miteinander als spielen. Sie bilden individuelle Vorlieben ‒ Freundschaften ‒ und Abneigungen aus. Sie sind viele Stunden beisammen, können ihre Beziehung durch Kontaktliegen und gegenseitige Körperpflege entwickeln. Sie lernen zu konkurrieren. Sie verbringen die Nächte zusammen und erleben gemeinsam die Welt. Vor allem sind sie miteinander verwandt und haben einen gemeinsamen Familiengeruch. In der frühen Jugendentwicklung liegt der Schwerpunkt bei Kontaktverhalten und Aufbau von Bindungen. Sie sind eine wichtige Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit einer potenziell gefährlichen Umwelt.

Wie anders ist doch eine Welpengruppe! Eine Welpengruppe besteht aus Individuen, die einander fremd sind. Sie reagieren unterschiedlich auf Umweltreize, soziale Herausforderungen und sind unterschiedlich weit entwickelt. Verschiedene Hundetypen sind vertreten, die nicht nur anders aussehen, sondern sich auch anders verhalten. Ausserdem treffen die Welpen in einem fremden Umfeld aufeinander und oft fehlt ihnen die sichere Basis, um so viel Fremdheit bewältigen zu können: Manche Hundehalter besuchen bereits kurz nach dem Einzug des neuen Familienmitglieds eine Welpenspielgruppe. Mit Menschen sozialisierte Hunde bauen zwar schnell Bindung zu Menschen auf, aber die Qualität der Bindung lebt von der Summe der Erfahrungen, die der Welpe mit seinen neuen Menschen macht. Bindung ist ein Lernprozess, der Zeit beansprucht.

Was ist Spiel?

Das Spiel junger Säugetiere spiegelt die Entwicklung des Verhaltensrepertoires der jeweiligen Tierart. Spielen ist nicht nur wichtig, es lässt sich nicht vermeiden. Ist Spiel bei extrem eingeschränkter Haltung nicht möglich ‒ kein Zugang zu Artgenossen, anderen Tieren und Objekten ‒ entwickeln sich Verhaltensstörungen wie Fressen des eigenen Kots und stereotypes Verhalten. Welpen brauchen wie alle jungen Säugetiere Gelegenheiten zum Spielen. So haben Objektspiele einen Bezug zur Umwelterkundung und soziales Spiel mit Gruppenmitgliedern begünstigt stabile Beziehungen und Bindungen. Spiel braucht einen sicheren Rahmen. Dieser entsteht durch die Anwesenheit von Bindungspartnern in einem Umfeld ohne Bedrohungen.

Spiel entsteht während der Jugendentwicklung, wenn verschiedenartige Elemente erwachsenen Verhaltens einzeln und bunt gemischt auftreten und dabei immer wieder praktiziert werden. Je umfangreicher das Verhaltensrepertoire (Ethogramm) einer Tierart ist, desto mehr wird gespielt und desto mehr Verhaltensreaktionen kann man im Spiel beobachten. Hunde unterscheiden sich durch züchterische Selektion stark in ihrer Beutefangsequenz. Dies führt zu verschiedenen Spieltypen, die nicht immer miteinander harmonieren.

Spiel hat mehrere Funktionen

  • Üben von Bewegungen, die überlebenswichtig sind. Die Verhaltenselemente sind abhängig von der Lebensweise der jeweiligen Tierart beziehungsweise des Hundetyps.
  • Verfeinerung der Kommunikation
  • Grenzen einschätzen ‒ die eigene Grenzen und die des Spielpartners
  • Beisshemmung wird im Spiel erlernt und fein abgestimmt.
  • Kennenlernen und Einschätzen vertrauter und fremder Artgenossen
  • Stressende Situationen auflösen
  • Strategie zur Konfliktlösung

Spielen ist anspruchsvoll: Tempo, Unterschreitung der Individualdistanz, Verhaltensreaktionen aus den Funktionskreisen Beutefangverhalten und Aggressionsverhalten erfordern eine deutliche Kommunikation zwischen den Spielpartnern. Filmanalysen zeigen, dass zwischen spielenden Hunden beständig kurze Blickkontakte ausgetauscht werden. Deswegen spielen Hunde auch nicht besonders lange. Die Dauer ist kürzer, wenn die Hunde sich noch nicht gut kennen; Hunde, die miteinander vertraut sind, spielen länger. Hunde spielen normalerweise nicht länger als zwei bis fünf Minuten.

Spiel ist wichtig ‒ aber nicht um jeden Preis

Wir lassen unsere Hunde mit Artgenossen spielen: Wann, wo und mit wem? Das sind entscheidende Fragen, die zu positiven Erfahrungen im Hundespiel führen. Während des Spielens sind folgende Faktoren mit grösserer Wahrscheinlichkeit Vorboten aggressiven Verhaltens:

  1. Spiel, bei denen ein Hund immer wieder angerempelt wird.
  2. Es sind mehr als zwei Hunde beteiligt.

Insgesamt sind Anzeichen von Erregung, Angst, Stress und Konflikt zuverlässige Vorboten, dass Spiel in Aggressionsverhalten kippt.

Unterbrechungen 

Hunde unterbrechen Spielsequenzen oft eigenständig; diese Unterbrechungen sind immer mit einer Verringerung des Tempos, der körperlichen Kontakte und des direkten Blickkontaktes verbunden. Dies reguliert das Erregungslevel nach unten. Hunde müssen lernen, wie sie unterbrechen können. Sie müssen lernen, auf diese Unterbrechungen angemessen zu reagieren. Ohne Unterbrechung und passende Reaktion darauf eskaliert Spiel sehr schnell: Kommunikationsfehler treten auf und einer der Spielpartner fühlt sich bedroht. Erfahrene Hunde greifen oft in das Spiel anderer ein und unterbrechen es. Menschen können und müssen diese Aufgabe ebenfalls übernehmen.

Je besser die Hunde sich kennen, desto seltener muss regulierend eingegriffen werden. Je unerfahrener die Hunde sind, desto häufiger muss unterbrochen werden. Unterbrechen die Hunde selbst, indem sie immer wieder das Tempo verringern, sollte nicht eingegriffen werden.

Sozialisation

Verhalten in Gruppen und Spiel haben einen gemeinsamen Nenner: Sozialisation. Bereits vor 15 Jahren schrieb Steven R. Lindsay (2001), dass Sozialisation ein Prozess ist, der sorgfältig begleitet werden sollte: Der Welpe soll graduell (kleinschrittig), strukturiert und kontrolliert seine nähere und weitere Umwelt erleben können. Im Vordergrund stehen positive Erfahrungen, die zu Bewältigungsfähigkeit führen.

Nicht wahllose Exposition («Viel hilft viel!»), sondern Bewältigung ist die Grundlage der Sozialisation.

Schauen wir uns den Besuch einer Welpenspielgruppe unter diesen Gesichtspunkten einmal an. Welpenspielgruppen finden an einer Örtlichkeit statt, die der Welpe noch nicht kennt. Dort trifft er auf fremde Menschen und fremde Artgenossen. Vom Auto aus wird er auf das Gelände gebracht. Kleinschrittige Annäherung mit ausreichend Zeit zur ungestörten Umwelterkundung ist unter diesen Umständen nicht möglich. Aber ist das tatsächlich problematisch? Schliesslich trifft der Welpe ja auf Spielgefährten; Spielen macht Spass, und so kommt es automatisch zu einer positiven Verknüpfung des Ortes, fremder Menschen und Artgenossen. Das Problem bei dieser Sichtweise ist: Spiel ist keine Garantie für Wohlbefinden, sondern muss immer wieder angepasst und verfeinert werden. Spielen ist anstrengend!

Welpenspielgruppen, bei denen mehrere Welpen bunt durcheinander wuseln, bieten für diese Anstrengung nicht das passende Umfeld. Je grösser die Spielgruppe ist, desto schwieriger wird es für den einzelnen Hund, Emotionen und Verhalten zu regulieren. Spielen zwei Welpen miteinander, werden sie oft von aussen durch andere Welpen unterbrochen. Das ist frustrierend und steigert das Erregungslevel. Das fremde Umfeld selbst wirkt stressend auf alle Welpen. Je nach Typ und Robustheit gehen sie unterschiedlich damit um:

  • Rückzug
  • Intensivierung des Spielens
  • Übersprungverhalten
  • Kompensation durch selbstbelohnendes Verhalten aus der Beutefangsequenz
  • Aggressives Verhalten

Unabhängig von den individuellen Strategien der Welpen passiert unausweichlich eines: Ein steigendes Erregungslevel wird mit der Anwesenheit fremder Artgenossen verknüpft. Alleine diese Assoziation bereitet einen Weg in spätere Verhaltensprobleme. Zusätzlich praktizieren die Welpen unter Stress überwiegend selbstbelohnendes Verhalten, ohne auf die Befindlichkeit und die Bedürfnisse des anderen Hundes eingehen zu können. Das ist nicht mehr Spiel, auch wenn es noch so aussehen sollte.

Es ist prinzipiell nicht einfach, Spiel als solches zu erkennen, aber in einer Gruppe mehrerer Welpen ist das ein besonders schwieriges Unterfangen. Spiel ist eingebettet zwischen Annäherung, Begrüssung, Beenden der Interaktion und Trennung. Liegt der Schwerpunkt auf dem Spiel der Welpen, werden diese ebenso wichtigen Elemente zu selten praktiziert. Oft ist das Erregungslevel für deeskalierende Annäherung und Begrüssungsverhalten viel zu hoch. Dies hat zur Folge, dass Welpen überrannt und zu Interaktionen genötigt werden, die kein Spiel sind. In diesem Szenario wird Spiel zu spät und oft auch noch bedrohlich unterbrochen. Dementsprechend wird die Anwesenheit von Artgenossen mit Bedrohung verknüpft.

Was könnte eine Welpenspielgruppe leisten?

Welpen brauchen im Rahmen der Sozialisation unbedingt Kontakt zu verschiedenen Artgenossen. Welpenspielgruppen bieten diesen Kontakt. Allerdings ist die Konzentration auf das Spiel zwischen den Hunden einer gelungenen Sozialisation abträglich. Unter bestimmten Bedingungen aber können Welpenspielgruppen ein wichtiges Angebot für Hundehaltende sein. Spiel ist ein komplexes Thema und verdient einen besonderen Platz im Angebot von Hundeschulen und Vereinen. Allerdings können wir sehr viel mehr für die Entwicklung von Welpen tun, als ihnen schlecht strukturierte Gelegenheiten zum Spielen zur Verfügung zu stellen.

Voraussetzungen für sinnvolle Welpenspielgruppen:

  1. Das Umfeld ist gut strukturiert und stimuliert Umwelterkundung. Verschiedene Objekte und Pflanzen sorgen für Unterbrechungsmöglichkeiten und Ablenkung. Spiel wird begonnen, Spiel muss aber auch beendet werden. In einem langweiligen Umfeld finden die Welpen oft kein Ende und Spiel kippt durch mentale Erschöpfung in Übersprungverhalten oder aggressives Verhalten.
  2. Auf Reize, die für viele Hunde bedrohlich sind, sollte verzichtet werden: Klappernde Objekte, Flatterbänder, laute Geräusche und Ähnliches. Sie sind nicht Thema einer Welpenspielgruppe, denn diese Reize führen in Verbindung mit Kontakten zu fremden Artgenossen schnell zu einer Summierung von Stressoren.
  3. Für jeden Menschen mit Hund sollte ein Platz als Rückzugsort zur Verfügung stehen. Der Gegenpol zur Erregung durch Spiel ist die Möglichkeit zur Entspannung in Anwesenheit von Artgenossen. Dies ist auch eine wichtige Fähigkeit für den Alltag. Die Rückzugsorte der Kursteilnehmer sollten so weit auseinanderliegen, dass Kontaktverhalten oder auch Spiel zwischen Welpen und Bezugspersonen leicht stimuliert werden kann. Nach Pausen kann der erholte Welpe wieder einen anderen Hund kennenlernen.
  4. Räumliche Aufteilung, damit jeweils zwei Welpen ungestört Kontakt haben können. Unter solchen Bedingungen haben die Hunde ausreichend Zeit für Annäherung und Begrüssung. Spiel zwischen Welpen braucht nicht viel Platz.
  5. Die Welpen sollten harmonieren können. Die Trennung nach Alter oder Grösse ist für den Einstieg eine gute Massnahme.
  6. Rückzugsmöglichkeiten offen lassen!
  7. Die Betreuungsdichte durch Mitarbeiter sollte hoch sein.

Spiel ist in der Praxis ein anspruchsvolles Thema. Die Bezugspersonen müssen lernen, unerwünschtes Verhalten ihres Hundes zu erkennen und freundlich zu unterbrechen. Ausserdem sollen sie lernen, wie sie ihren Welpen im Alltag mit anderen Hunden zusammenführen können. So werden Welpenspielgruppen nicht zu einem wöchentlichen Sonderfall von (versuchter) Sozialisation, sondern zu einem Lernfeld für das Leben im Alltag.

Text: Dr. Ute Blaschke-Berthold

 

 

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Körpersprache bei Hunden

Körpersprache bei Hunden, einfach erklärt:

 

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Impressionen Hundewanderwoche Ferienhof Kraus 2017

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Impressionen vom Jagdverhaltens Seminar Ferienhof Kraus 2017

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Passgang beim Hund

Quelle: http://doggy-fitness.de/passgang-beim-hund/

Passgang beim Hund – was bedeutet das eigentlich?

Wenn ein Hund im Passgang geht, bewegt er abwechselnd jeweils die rechten oder linken Beine gleichzeitig vorwärts. Während beispielsweise das rechte Hinterbein und das rechte Vorderbein gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig auftreten und das Gewicht tragen, befindet sich das entgegengesetzte linke Beinpaar in der Luft und schwingt nach vorn.

Es gibt einige Tierarten, bei denen er völlig normal ist, wie z.B. bei Elefanten, Bären oder Kamelen. Man kann beobachten, dass sie einen sehr schaukelnden Gang haben. Bei Hunden kommt er eigentlich eher selten vor. Es gibt allerdings einige Rassen, die grundsätzlich im Pass laufen.

Wann Passgang harmlos ist

Völlig harmlos ist er beim Übergang vom Schritt zum Trab. Das passiert häufig, wenn Hunde an der Leine laufen und das Tempo zu schnell für Schritt und zu langsam für Trab ist. Auch über längere Distanzen nutzen Hunde häufig den Passgang, weil es eine sehr energiesparende Gangart ist.

Aber Achtung!

Häufig ist er beim Hund jedoch ein Anzeichen für körperliche Probleme und man sollte der Ursache auf den Grund gehen. Besonders, wenn der Vierbeiner zuvor nicht im Passgang gelaufen ist, oder er mal häufiger mal weniger häufig auftritt. Er kann ein Anzeichen sein für Gelenkprobleme aller Art und auch für Wirbelsäulenprobleme. Aber auch auf Bauchschmerzen oder Probleme mit der Bauchspeicheldrüse kann der Passgang hindeuten.

Auch bei älteren Hunden tritt er vermehrt auf. Durch z.B. Arthrose und steife Gelenke versuchen sie so, sich „angenehmer“ und energiesparend fortzubewegen. Natürlich sollte auch hier die Ursache behandelt werden.

Tritt das Passgehen in Kombination mit weiteren Schmerzanzeichen wie z.B.

  • Berührungsempfindlichkeit an Gelenken oder Rücken
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Hinlegen
  • Veränderung im Sozialverhalten
  • Vermehrtes Aufstöhnen oder Seufzen
  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder ins Auto steigen
  • Bewegungsunlust
  • Pfotenschleifen
  • Vermehrtes Hecheln

auf, ist höchste Alarmstufe.

Du solltest dann nicht lange zögern und deinen Tierarzt aufsuchen, damit man der Ursache auf den Grund geht.

Weitere Ursachen

Passgang kann auch andere Ursachen haben. Einige Hunde, die auf dem Hundeplatz stets Blickkontakt halten sollen, neigen zum Passgang. Denn die einseitige Kopfhaltung läßt die Rückenmuskulatur verspannen. Auch Arbeitshunde, die gern mal „in der Leine hängen“ zeigen häufiger diese Auffälligkeit im Gangbild. Aber auch Ausstellungshunde im zu kleinen Ausstellungsring zeigen häufiger Passgang.

Was kann man gegen den Passgang tun?

Zunächst einmal ist es wichtig, die Ursache zu kennen und gezielt zu behandeln bzw. zu beseitigen. Liegen Verspannungen vor, sollten diese mittels Massagen gelöst werden. Mit Hilfe gezielter aktiver Bewegungstherapie und Training normaler Bewegungsabläufe kann man dann dem Passgang, der sich manifestiert hat entgegenwirken. Dies ist zwar häufig ein längerer Prozess, da die  Bewegungsabläufe im Gehirn gespeichert werden und das „Umprogrammieren“ etwas Zeit benötigt. Aber um dauerhaften Fehlbelastungen entgegenzuwirken, ist es wichtig, eine gesunden Bewegungsablauf zu trainieren.

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Krebs als Modekrankheit bei unseren Haushunden

Quelle: http://de.blastingnews.com/gesundheit/2016/12/krebs-als-modekrankheit-bei-unseren-haushunden-001298507.html

Warum unsere Hunde von Jahr zu Jahr mehr gefährdet sind und was wir tun können

Krebs bei unseren Hunden auf dem Vormarsch

Krebs ist, wie viele Hundehalter bereits bemerkt haben, auf einem zielgerichteten Vormarsch. Stellt sich für uns Hundemenschen die Frage, warum das so ist. Sicherlich spielt die moderne Medizin eine große Rolle, welche eine frühzeitige Diagnose möglich macht, aber das allein ist es nicht.

Als erstes ist es wichtig zu wissen, dass das Abwehrsystem unserer Hunde jeden Tag bis zu 4000 entartete Krebszellen eliminiert. Funktioniert dieses Abwehrsystem nicht mehr oder ist es nur noch eingeschränkt arbeitsfähig, haben diese Zellen ungehindert Spaß daran, sich zu verbreiten.

Was also ist ursächlich für den Abbau des Abwehrsystems unserer Hunde?

1. Entwurmungen & Spot-Ons: Diese chemischen Bomben gegen Parasiten sind auch für unsere Hunde eine enorme Belastung.

Nicht ohne Grund sollen Kinder für einige Tage die Finger von unseren Hunden lassen, wenn sie frisch ein Spot-On aufgetragen bekommen. Weiteres ist es wichtig zu wissen, dass ein Wurm nur dann eliminiert werden kann, wenn er auch vorhanden ist. Eine Wurmkur prophylaktisch zu geben, macht folglich keinen Sinn, da diese Präparate keine Verweildauer im Darm haben und warten, bis der Wurm mal vorbei kommt. Also macht es Sinn, anstatt alle Monate zu entwurmen, eine Kotprobe abzugeben. Denn jede Wurmkur reißt die guten Bakterien im Darm immer gleich mit. Ohne gesunden Darm gibt es auch kein gesundes Immunsystem.

2. Ernährung: Es steht die Wahl zwischen rohem frischen Fleisch und Fertigfutter. Der Unterschied besteht darin, dass ich als Hundehalter bei 1kg Rinderherz auch ausschließlich 1kg Rinderherz in der Hand halte.

Bei einem Kilo Trockenfutter habe ich zu dem kleinen Fleischanteil noch Soja, Mais, Reis, Weichmacher, Konservierungsstoffe, Schälkleie, Carragene, und reichlich Zucker. So sei dem Hundemensch, der Fertigfutter kauft gesagt: Ein Blick auf die Rückseite verrät mehr.

3. Stress: Ich weiß, jetzt denkt die Hälfte: Mein #hund hat keinen Stress. Das kenne ich schon. So möchte ich einfach mögliche Stressquellen aufzählen und Sie schauen,ob Sie sich oder Ihren Hund darin wieder finden. Hierbei haben wir, Schilddrüsenunterfunktion, Schmerzen in jeder Form, enorme Hitze oder klirrende Kälte oder gar ein permanenten „aus“, „nein“, Pfui“. Hunde, die als Beschäftigung für das eigene Kleinkind dienen oder aber 45 Kommandos kennen müssen, etliche Rückrufe beherrschen und Hunde, denen der Fressnapf während der Futteraufnahme weggenommen wird, damit Herrli Dominanz üben kann. Hunde, die mit 30 Minuten Ballwerfen ausgelastet werden – denen die Zunge bis zum Boden hängt, die Knochen weh tun. Adrenalin macht Stress und hat nichts mit entspannter Auslastung zu tun.

Hunde, die 12 Stunden lang ihre Blase nicht leeren können (weil Frauli Vollzeit arbeitet) und Hunde die sehr einsam und gelangweilt sind. Hunde, die viele Besitzer hatten und Hunde, die permanent gemaßregelt werden. So kann ich noch etliche weitere Stressoren berichten.

4. Umweltgifte: Sie glauben es kaum, aber Zigarettenqualm, Deodorants, Röntgenstrahlen, Abgase, Elektrosmog und Insektizide machen dem Hundekörper zu schaffen. Denn dafür ist er nicht ausgelegt. Hier sollten Frauli und Herrli ggf, über Möglichkeiten nachdenken, den hund mittels der Natur wieder zu reinigen.

5. Impfungen: Es ist jedem selbst überlassen, wie oft er seinen Hund impft. Dennoch sei gut überlegt, warum beispielsweise die Borreliose-Impfung beim Menschen unzulässig ist. Warum dann ab damit in den Hund? Weiteres ist ein Zwingerhusten nicht nur viral, sondern bakteriell und dagegen reicht die Impfung nicht.

Warum sind die Hunde nach der Impfung oftmals platt wie eine Flunder oder krampfen gar? Dafür sind Nanopartikel als Wirkbeschleuniger zuständig. Will man das? Will man prophylaktische Antibiotika, welche in de Impfungen enthalten sind?

Fassen wir alle Punkte zusammen und packen noch ein paar Antibiotika-Kuren im Hundeleben dazu, haben wir den perfekten Vorzeigehund mit einem gestörten Abwehrsystem und einer super Basis für #Krebs und viele andere Erkrankungen.

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Impressionen Juli 2017

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Impressionen informative Hundegruppe Juni 2017

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